Transportbeton Weinheim-Leutershausen
Sicherheitsdatenblatt
gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 in Verbindung
mit (EU) Nr. 453/2010 (Anhang I)
Produkt:
Zementgebundener Baustoff
Überarbeitet am: 27.02.2012
Druckdatum: 31.07.2012
Seite 7 von 11
11
Toxikologische Angaben
11.1
Angaben zu toxikologischen Wirkungen
Gefahrenklasse
Kat.
Effekt
Referenz
Akute Toxizität –
dermal
-
Limit Test (trockener Zement, der Bestandteil der Gemische ist), Kanin-
chen, 24 Stunden Exposition, 2000 mg/kg Körpergewicht – keine Letali-
tät. Aufgrund der vorliegenden Daten gelten die Einstufungskriterien als
nicht erfüllt.
(3)
Akute Toxizität –
oral
-
Bei Tierstudien mit Zementofenstäuben und Zementstäuben, die Be-
standteil der Gemische sind, wurde keine akut orale Toxizität festge-
stellt.
Aufgrund der vorliegenden Daten gelten die Einstufungskriterien als
nicht erfüllt.
Literatur-
recherche
Ätz-/Reizwirkung
auf die Haut
2
Die Gemische haben eine solche Wirkung bei Haut und Schleimhaut.
Der Kontakt kann zu unterschiedlichen irritativen und entzündlichen
Reaktionen der Haut führen, z. B. Rötung und Rissbildung. Anhaltender
Kontakt in Zusammenhang mit mechanischem Abrieb kann zu ernsten
Hautschäden führen.
(3)
und
Erfahrungen am
Menschen
Schwere Augen-
schädigung/-
reizung
1
Im in vitro Test zeigte Portlandzementklinker (Hauptkomponente von
Zement und damit Bestandteil der Gemische) unterschiedlich starke
Auswirkungen auf die Hornhaut. Der berechnete „irritation index“ beträgt
128.
Direkter Kontakt mit den Gemischen kann zu Hornhautschäden führen,
zum einen durch die mechanische Einwirkung und zum anderen durch
eine sofortige oder spätere Reizung oder Entzündung. Direkter Kontakt
mit Spritzern der Gemische können Auswirkungen haben, die von einer
moderaten Augenreizung (z. B. Bindehautentzündung oder Lidrandent-
zündung) bis zu ernsten Augenschäden und Erblindung reichen.
(9), (10)
und
Erfahrungen am
Menschen
Sensibilisierung
der Haut
1
Bei einzelnen Personen können sich nach Kontakt mit den Zubereitun-
gen Hautekzeme bilden. Diese sind entweder durch den pH-Wert (irrita-
tive Kontaktdermatitis) oder durch immunologische Reaktionen mit was-
serlöslichem Chrom(VI) ausgelöst (allergische Kontaktdermatitis) (4).
Die Reaktion der Haut kann in unterschiedlicher Form erfolgen, von
einem leichten Ausschlag bis zu einer ernsten Dermatitis, und ist Folge
einer Kombination aus beiden Mechanismen. Eine genaue Diagnose ist
oftmals nur schwer möglich. Der wasserlösliche Chrom(VI)-Gehalt ist
daher unter 2 ppm reduziert. Dies geschieht durch die Verwendung von
chromatreduziertem Zement, der einen Gehalt an wasserlöslichem
Chrom(VI) unter 2 ppm aufweist. Eine sensibilisierende Wirkung ist
daher nicht zu erwarten (4).
(4), (11)
Keimzell-
Mutagenität
-
Keine Anzeichen für Keimzellmutagenität. Aufgrund der vorliegenden
Daten gelten die Einstufungskriterien als nicht erfüllt.
(12), (13)
Karzinogenität
-
Ein kausaler Zusammenhang zwischen Exposition mit der Zubereitung
und Krebserkrankung wurde nicht festgestellt (1).
(1), (14)
Reproduktions-
toxizität
-
Aufgrund der vorliegenden Daten gelten die Einstufungskriterien als
nicht erfüllt.
keine Anhalts-
punkte basierend